Franchise Insights 17 Jan 2013

Franchise-Wirtschaft sucht neue Unternehmer

Allgemein, Franchise allg

Die Franchise-Wirtschaft in Deutschland zeigt weiterhin ein solides Wachstum. Während die bundesweit rund 950 Franchise-Systeme in 2011 auf rund 141.700 Betriebe (+ 4,9 %) wachsen konnten, legten sie in 2012 um rund 4,6 % auf über 148.000 Betriebe zu, so die Prognose des Bonner Mediendienstes forum franchise und systeme. Die Zahl der Franchise-Partner stieg im vergangenen Jahr um 3,4 % auf knapp 113.000 Partner, die insgesamt rund 715.000 Mitarbeiter beschäftigen (+ 3,0 %).

In 2011 waren es hierzulande noch rund 109.000 Franchise-Partner mit 693.600 Mitarbeitern. Der Systemumsatz stieg um 9,1 % auf über 84 Mrd. Euro. 2012 konnte voraussichtlich ein Plus von 8,2 % auf über 90 Mrd. Euro erwirtschaftet werden.

Potenzial für neue Partner

„Die Franchise-Wirtschaft verzeichnet weiterhin einen Zuwachs über der allgemeinen Konjunkturentwicklung und blickt optimistisch ins Jahr 2013“, so Felix Peckert, Chef des Bonner Mediendienstes und einer der führenden Unternehmensberater im Franchise. Die meisten Franchise-Systeme wachsen derzeit dennoch weitaus weniger dynamisch als noch vor einigen Jahren, in denen durchweg zweistellige Wachstumsraten erzielt wurden. Vor allem die Investitionsvolumina von Franchise-Geber und -Partner blieben hinter den Anforderungen des Marktes zurück. „Die Gewinnung geeigneter Franchise-Partner ist auch wegen der günstigen Arbeitsmarktsituation deutlich teurer geworden. Zudem steigen die Anforderungen an den Betriebstyp, der spürbar mehr Gewinn erwirtschaften muss, damit Franchise-Partner ihre regionalen Märkte sinnvoll erschließen können“, erläutert Peckert. In Zeiten von Finanzkrise und Fachkräftemangel sei es für viele Franchise-Systeme nicht einfach, diese Engpässe zu überwinden. „Die Spreu trennt sich jetzt schnell vom Weizen. Ab 2015 wird die Franchise-Wirtschaft dann wieder zweistellig wachsen können“, so Peckert weiter.

Denn gerade für Angestellte aus dem mittleren Management ist Franchise eine attraktive Alternative zur klassischen beruflichen Karriere. „Wer sein Franchise-System richtig auswählt, kann schon im dritten Jahr zu den 30 Prozent der Franchise-Partner gehören, die mehr als einen Standort betreiben, und ein starkes regional verankertes Unternehmen aufbauen“, erklärt Peckert. Neben Führungsstärke und Einsatzbereitschaft ist hier auch eine solide Kapitalausstattung sowie eine einwandfreie Bonität Voraussetzung. Im Durchschnitt liegt die Anfangsinvestition für einen Betrieb bei rund 80.000 Euro – abhängig von Branche, Unternehmenskonzept und Standortgröße.

Dienstleistungssektor weiter vorn

Der Dienstleistungsbereich ist im Franchise mit 37 % am stärksten vertreten (+ 2,2 %). Mit 33 % entfallen etwa ein Drittel der Systeme auf den Handel (- 1,2 %). Es folgen die Gastronomie-, Touristik-, und Freizeit-Anbieter mit einem Anteil von 19 % (+ 0,6 %) sowie der Bereich Handwerk, Bau und Sanierung mit einem Anteil von rund 11 % (- 3,0 %).

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