Franchise Insights 09 Apr 2014

Schnellerer Start in der Selbstständigkeit

Allgemein, Franchise allg

Für einen schnellen und nachhaltigen Unternehmensstart sollten angehende Franchise-Partner nicht nur auf ein durchdachtes Schulungskonzept Wert legen. Gerade bei komplexen Geschäftskonzepten macht sich eine intensive Betriebsberatung während der Start-up-Phase durch die Systemzentrale bezahlt – für den Franchise-Partner wie auch den Franchise-Geber.68115

Ein einfacherer und schnellerer Markteinstieg ist einer der wesentlichen Vorteile einer Selbstständigkeit als Franchise-Partner. Im Vergleich zu Einzelgründern können Franchise-Partner auf ein erprobtes Konzept zurückgreifen. Daneben profitieren sie in der Regel von Schulungen und einer regelmäßigen Betriebsberatung. Rund 90 Prozent der Systeme geben Umfragen zufolge an, ihre Partner hier zu unterstützen. Besonders zu Beginn der Franchise-Partnerschaft bieten viele Franchise-Systeme ihren Partnern eine intensive Begleitung an: Schon vor dem eigentlichen Unternehmensstart können Franchise-Partner so von den Erfahrungen der Zentrale im Unternehmensaufbau profitieren – sei es in Bezug auf die Finanzierung, die Standortplanung oder die Eröffnungswerbung. Doch auch in der sich anschließenden Markteintritts- und Aufbauphase bieten einige Unternehmen für ihre neuen Franchise-Partner eine spezielle Start-up-Beratung an – so wie beispielsweise Town & Country Haus.

Von Praxiserfahrungen profitieren – Fehler vermeiden

Seit 2010 stellt Deutschlands größter Hausanbieter allen neuen Franchise-Partnern einen persönlichen Betriebsberater zur Seite, der sich ausschließlich um das Start-up-Management kümmert. „Unsere neuen Franchise-Partner kommen heute meist aus leitenden Führungspositionen und keineswegs aus der Hausbaubranche. Sie treten als Quereinsteiger in den Hausbaumarkt ein und haben dadurch einen anderen Beratungs- und Unterstützungsbedarf als unsere langjährigen Partner, so dass wir uns vor einigen Jahren entschlossen haben, ein spezielles Start-up-Management aufzubauen“, erklärt Dr. Gerrit Michelfelder, Geschäftsführer bei Town & Country Haus. Neben der eigentlichen Unternehmensgründung und der Integration in das Franchise-System warten auf die neuen Unternehmer umfangreiche Aufgaben im Vertrieb und Marketing sowie in der durchaus komplexen Projektsteuerung zur Realisierung der Bauvorhaben. Der Start-up-Manager fungiert hier nicht nur als ein persönlicher Coach und Experte für Markteintrittsphase, sondern ist zugleich auch die Schnittstelle zu den jeweiligen Spezialisten in der Systemzentrale.

Für neue Franchise-Partner lohnt sich ein solches Engagement der Zentrale. „Während die Anfangsschulungen eine wichtige Grundlage bilden, ergeben sich in der Zeit des Unternehmensaufbaus viele Fragestellungen und Themen, die ich so mit einem festen Ansprechpartner diskutieren konnte“, erinnert sich Volker Dibbern, der im Juni 2011 in Neumünster/Rendsburg als Quereinsteiger sein eigenes Hausbauunternehmen gegründet hat. Nachdem anfangs der Vertriebsstart und die Unternehmensorganisation im Fokus der Beratung standen, waren es schließlich Themen rund um die Bauabwicklung, bei denen Dibbern seinen Start-up-Manager um Rat fragte. „Das hat mir nicht nur geholfen, Probleme und Herausforderungen erfolgreich anzugehen, sondern auch viele Fehler zu vermeiden, was Zeit und Geld spart“, so der Unternehmer.

Schneller in die Gewinnzone

Nachdem Town & Country Haus zunächst mit einem Start-up-Manager den neuen Beratungsbereich aufgebaut hat, kümmern sich heute bereits drei erfahrene Betriebsberater ausschließlich um die Belange der neuen Franchise-Partner: Eine Mitarbeiterin unterstützt die neuen Partner in der Phase zwischen Vertragsabschluss und Geschäftsbeginn. Anschließend begleitet einer der beiden anderen Mitarbeiter den Franchise-Partner über einen Zeitraum von zwölf bis 18 Monaten beim Unternehmensaufbau – bis schließlich die laufende Partnerberatung übernimmt. Wie genau ein Unternehmen sein Start-up-Management für neue Partner gestalten sollte, sollte immer vom Geschäftskonzept und den zu erwartenden Engpässen innerhalb der ersten ein bis zwei Jahren abhängig gemacht werden. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist aber eine Spezialisierung der Berater auf die Start-up-Phase, die so besser in der Lage sind, auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Unternehmer einzugehen.

„Uns ist es so gelungen, die Phase des Markteintritts für neue Partner von durchschnittlich 17 auf 14 Monate bis zum Break-even zu verkürzen. Die Franchise-Partner identifizieren sich schneller mit der Marke, können ihr Unternehmen auf einem stabileren Fundament aufbauen und schneller wachsen“, berichtet Dr. Michelfelder von den Erfahrungen. Damit mache sich die Investition in die intensive Beratung auch für den Franchise-Geber bezahlt. Haben die 2011 gestarteten Franchise-Partner in den ersten zwölf Monaten 1,5 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet, so waren es bei den im Jahr 2012 gestarteten Partnern bereits über 3 Mio. Euro. Dadurch kann sich auch die Investition von durchschnittlich rund 150.000 Euro schneller amortisieren.

Und schließlich kann sich ein schnellerer Markteinstieg der neuen Partner auch auf die Expansion eines Franchise-Systems insgesamt positiv auswirken. Erfolgreiche Unternehmer bringen nicht nur die erforderliche Stärke mit, selbst weiter zu wachsen. Auch können sie das Wachstum mit neuen Franchise-Partnern fördern und z.B. deren Finanzierung erleichtern, indem sie mit ihren Unternehmenskennzahlen als Vorbilder dienen.

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