Franchise Insights 04 Dez 2013

Franchise: Partnerwachstum auf Tiefstand

Allgemein, Franchise allg

Die Franchise-Wirtschaft in Deutschland wächst im Jahr 2013 auf rund 115.600 Franchise-Partner (+ 2,8 %), so die Prognosen des Bonner Mediendienstes forum franchise und systeme. Als selbstständige Unternehmer führen diese rund 153.000 Betriebe (+ 3,8 %) mit insgesamt über 703.000 Mitarbeitern (- 0,2 %). Franchise-Systeme verzeichnen damit im Vergleich zum Vorjahr ein etwas schwächeres Wachstum: 2012 waren rund 112.500 Franchise-Partner (+ 3,0 %) mit 147.460 Betrieben (+ 4,0 %) am Markt aktiv. Der prognostizierte Umsatz steigt 2013 um 5,5 Prozent auf über 91 Mrd. Euro.

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Betriebstypen müssen profitabler werden

Während die Franchise-Wirtschaft vor Jahren noch durchweg zweistellige Wachstumsraten aufweisen konnte, kommen heute bei den bundesweit rund 950 Systemen im Schnitt nur rund sechs Franchise-Betriebe pro Jahr hinzu. Immer häufiger stehen dahinter auch bestehende Franchise-Partner. „Mit der Entwicklung zu expandierenden Franchise-Partnern steigen für die Franchise-Geber die Anforderungen – sie müssen profitablere Betriebstypen zur Verfügung stellen“, so Felix Peckert, Chef des Bonner Mediendienstes und einer der führenden Unternehmensberater im Franchise. Diese müssten heute nicht mehr nur das Arbeitseinkommen des Franchise-Partners erwirtschaften, sondern auch Investitionen für die weitere Expansion tragen und höhere Kapitalrenditen erbringen können. „Viele Franchise-Systeme konzentrieren sich daher derzeit darauf, ihre Systeme für ein solides und gesundes zukünftiges Wachstum zu rüsten. Sie investieren nicht nur ins Marketing, die Aus- und Fortbildung und die Prozessstandardisierung“, so Peckert weiter, „sondern trennen sich beispielsweise auch von schwachen Standorten, die den heutigen und zukünftigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden.“

Führungsstarke Manager gesucht

Im Schnitt beträgt die Investition in einen Betrieb rund 50.000 Euro – abhängig von der Branche, dem Unternehmenskonzept, der Standortgröße und den jeweiligen Vorlaufkosten. „Die Investitionen für Franchise-Partner werden zukünftig deutlich ansteigen müssen, um einen schnellen Einstieg am regionalen Markt schaffen zu können“, ist Peckert überzeugt. Gesucht werden von Franchise-Gebern besonders Angestellte aus dem mittleren bis höheren Management, die über Erfahrung in der Personalführung, Einsatzbereitschaft und eine solide Kapitalausstattung verfügen. Aber auch bestehenden Unternehmen etwa aus dem Handwerk können Franchise-Systeme wichtige Wachstumsimpulse und Wettbewerbsvorteile am Markt bieten.

ffs_BrancheIm Branchenvergleich ist der Dienstleistungsbereich mit 37 % nach wie vor am stärksten vertreten (+ 3,7 %). Ein Drittel der Systeme fallen auf den Handel (- 0,1 %). Es folgen die Gastronomie-, Touristik-, und Freizeit-Anbieter mit einem Anteil von 19 % (- 6,1 %) sowie der Bereich Handwerk, Bau und Sanierung mit einem Anteil von rund 11 % (- 0,5 %).

Weitere Informationen unter www.franchise-monitor.de

 

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